Der Unterschied

DER Unterschied!

 

Jeder war schon mal beim Arzt oder in einer Apotheke.
Nur wenige waren schon mal bei einem klassischen Honorarberater.
Ärzte verdienen Ihr Einkommen nur in der Patientenberatung. Sie
verschreiben Medikamente - oder auch nicht - verdienen daran aber nichts.
Apotheker verdienen Ihr Geld über den Produktverkauf. Verkaufen sie
nichts, erhalten sie kein Geld für ihre Beratung. Ob sie mehr oder weniger
verdienen hängt u.a. auch von den Produkten ab, die sie empfehlen.

Beide Beratungsprozesse haben zunächst einmal nichts mit der hohen
Qualifikation sowohl von Ärzten als auch von Apothekern zu tun. Beide
Beratungsprozesse erlauben zunächst einmal keinen Hinweis darauf,
ob es sich um eine gute Beratung handelt oder nicht. Beide Beratungsprozesse
haben aber etwas mit Interessenkonflikten zu tun - oder deren Abwesenheit.

Der Finanzberatungsprozess gleicht dem medizinischen Beratungsprozess. 
Es stellt sich also die Frage: suchen Sie einen Arzt oder eine Apotheke?

Medizinische Beratung beim Arzt*   Klassische Honorarberatung  
Symptom    
 
Unter einem Symptom versteht der Arzt ein körperliches Anzeichen, das im allgemeinsten Sinn nicht normal ist:   Ein Symptom in der klassischen Honorarberatung ist häufig eine ungewohnte finanzielle Situation oder eine solche Lebensphase. Beispiele sind:  
   
Schmerzen aller Art, eine Beule, eine Rötung, ungewöhnliche Müdigkeit, Herzrasen.   ein schlechtes Gefühl oder negative Erfahrung mit gekauften Produkten, der Berufs- oder Renteneinstieg, eine Immobilienfinanzierung, Notwendigkeit einer größeren Anlage.  
 
Nicht immer muss ein Symptom mit Beschwerden einhergehen.   Nicht immer muss ein Symptom mit einer konkreten Situationen einhergehen.  
 
Der Arzt sammelt als erstes die Symptome. Und da auch Symptome, die früher einmal vorhanden waren, auf die aktuelle Krankheit hinweisen können, fragt er nicht nur nach den gegenwärtigen Beschwerden oder Auffälligkeiten, sondern auch nach den Symptomen der Vergangenheit.   Der Honorarberater sammelt auch Ihre "Symptome". In diesem Zusammenhang sind auch Ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit sehr wichtig, bestehende Produkte, Ihre persönlichen und finanziellen Ziele, finanzielle Eigenständigkeit, Kenntnisse, ethische und ökologische Präferenzen, Ihr Zeitrahmen etc.  
 
Der Arzt sucht aber auch durch gezielte Untersuchungen nach weiteren Symptomen: er tastet z. B. den Bauch ab, wenn es möglich erscheint, dass die Krankheit dort ihren Sitz hat, er schaut in den Rachen, wenn er dort Veränderungen vermutet, er macht Blutuntersuchungen, Röntgenbilder usw.   Der qualifizierte Honorarberater wird evtl. aber auch Symptome erkennen, die Ihnen nicht bewusst sind: teure, nicht zielführende Produkte, Prioritäten, die nicht zu Ihren Bedürfnissen, Zielen und Mitteln passen. Er "tastet" sich an Varianten, die zu Ihnen passen könnten, die Sie aber nicht bedacht haben.  
 
Nicht selten sind einzelne Symptome so typisch für eine bestimmte Krankheit, dass der Arzt schon nach wenigen Angaben des Patienten die Diagnose stellen kann und weitere Angaben nicht braucht.   Ein Honorarberater mit der Erfahrung sehr vieler Beratungen wird aus Ihren Angaben sehr schnell "typische" Schwachstellen und Stärken herausarbeiten und Ihnen effektive und effiziente Varianten zu Ihrem Vorteil präsentieren.  
 
Anamnese    
Alle Symptome und Krankheiten, die in der Vergangenheit liegen, rechnet der Arzt zur Vorgeschichte, der Anamnese.   Alle Symptome und Erfahrungen, die in der Vergangenheit liegen, rechnet der klassische Honorarberater zur Vorgeschichte.  
 
Manche Krankheiten kommen leicht wie der, wie z. B. eine Magenschleimhautentzündung, andere sind offen oder verborgen chronisch, wie z. B. Gelenkbeschwerden, wieder andere können nicht ein zweites Mal auftreten, wie z. B. Masern.   Viele Anleger haben in der Vergangenheit Geld mit Aktienfonds oder Vermögensverwaltern verloren. Viele sind über lange Zeiträume in teure Produkte festgeschrieben. Einige haben eher ganz individuelle Themen zu Steuersparprodukten, Erbschaft, Schenkung, Versicherung oder Finanzierung.  
 
Diagnose    
Die Symptome erlauben in der Regel, die Diagnose zu stellen. Diagnose heißt, dass der Arzt nun die Krankheit benennt,die er für die Ursache der Symptome hält.   Auch in der klassischen Honorarberatung muss der Berater die Themen benennen, die seines Erachtens Schwachstellen darstellen.  
 
Husten, Fieber, Schmerzen hinter dem Brustbein, die vor wenigen Tagen aufgetreten sind, legen nahe, dass es sich um eine Grippe handelt.   Eine typische Diagnose ist zum Beispiel, dass viele Kunden teure private Darlehen nicht rasch genug tilgen, weil sie gleichzeitig schlecht verzinsliche Altersvorsorgeprodukte besparen.  
 
Therapie    
Der letzte Schritt ist nun die Behandlung, die Therapie. In der Medizin gibt es für viele Krankheiten weltweit gültige Richtlinien, wie sie behandelt werden sollen. Eine Lungenentzündung z. B., die durch Bakterien verursacht wurde, sollte durch Antibiotika behandelt werden. Für viele Krankheit gibt es aber keine sicheren Regeln für eine erfolgreiche Behandlung. Der Arzt baut seine Diagnose auf die Vorgeschichte, d. i. die Anamnese, und die Symptome des Patienten. Obwohl die Therapie gegen die Krankheit gerichtet ist, also heilen soll, können oft auch nur die Symptome gelindert werden.   Hier wird in der Regel ein Schnitt gemacht. Manche Strategien oder Produkte lassen sich zielgerichtet fortführen. Andere müssen aufgegeben, verändert oder anders gewichtet werden. Manchmal wird man sich in regelmäßigen Zeitabständen immer wieder zusammensetzen. Manchmal nicht. Auch hier gibt es keine sicheren Regeln.
Die richtige Therapie hat viel mit der langen und breiten Berufs- und Lebenserfahrung des Beraters zu tun. Oft gibt es nicht nur eine quantitativ empfehlenswerte Lösung. Die Kunden müssen dann nach ihren eigenen qualitativen Prioritäten entscheiden. Klassische Honorarberatung lässt das zu.
 
 
Bezahlung      
Der klassische Honorarberater wird, wie ein Arzt, nach seinem Aufwand für die Beratungsdienstleistung bezahlt. Damit soll sichergestellt werden, dass der Berater frei von Interessenkonflikten ist. Er wird in der Regel bemüht sein, "Wirkstoffe" möglichst günstig und in passenden Dosierungen zu verschreiben – wenn diese am Ende überhaupt notwendig sind. Oft genügen einfache Verhaltensänderungen. 

Der letzte Schritt ist – oder auch nicht - der Gang zur "Apotheke", also den Produktanbietern für Finanzdienstleistungen vor Ort oder im Internet.
 
 
Medizinische Beratung in der Apotheke  

Beratung bei Banken, Versicherungen und Produktvermittlern

 
Der Kunde besorgt sich die empfohlenen Produkte beim Produktvertrieb in einer Apotheke. Hier findet in der Regel eine produktorientierte Beratung statt. Die Apothekerin wird zum Beispiel für Sie wichtige Aspekte des Medikametes auf dem Beipackzettel hervorheben.   Banken, Versicherer, Makler etc. beraten zu "Ihren" Produkten. Sie werden in der Regel auf Provision, neuerdings aber auch auf "Honorar" bezahlt. Letzteres ist eher ein Preis für die Produktberatung. Diese Berater werden volumenorientiert bezahlt. Verkaufen sie mehr Produktvolumen oder Honorarstunden verdienen sie mehr. "Vermögensverwaltung" ist auch ein Produkt.  
 
Apotheker werden für ihre Dienstleistung volumenorientiert über den Produktverkauf bezahlt. Verkaufen sie größere und teurere Produkte - bei gleichem Wirkstoff - verdienen sie mehr. Dem Verbraucher stehen hochhochprofessionell ausgebildete Apotheker gegenüber, die evtl. ihre eigene Agenda verfolgen. Viele Wirkstoffe Verschreibungspflichtig - aber nicht, weil die Aptoheker nicht wüßten, wem sie was geben müssen.   Klassische Honorarberater treten bei Bedarf als Einkäufer auf und versuchen geeignete Produkte möglichst kostengünstig einzukaufen. Das können vertriebskostenfreie Produkte aus dem Internet oder provisionsbeladene Produkte sein. Letztere müssen Ihren Einkauf durch besondere Vertragsbedingungen rechtfertigen. Häufig kann der Honorarberater teure Produkte für seine Mandanten im Preis herunterhandeln. Weder Arzt noch Berater leiten Provisionen weiter.  
 
Insofern gibt es auch keinen Konflikt zwischen Honorar- und Provisionsberatung. Klassische Honorarberatung ist Einkaufsberatung frei von Interessenkonflikten. Provisionsberatung ist Verkaufsberatung.

In einigen Kantonen in der Schweiz dürfen Ärzte auch als Apotheke auftreten und die von ihnen verschriebenen Medikamente selbst verkaufen. Die klaren Grenzen verschwimmen dann.

Die Kritik an diesem System ähnelt sehr der Kritik an den deutschen Finanzberatungsbranchen. Für Sie stellt sich damit auch bei Finanzdienstleistungen immer die Frage:

 
Arzt oder Apotheke?      

Damit einher geht auch die Frage, wie Ihr medizinischer Berater seine Berufserfahrung gesammelt hat:

als Arzt oder Apotheker?


 
*Quelle: www.gesundheitsthema.de
 

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